
Das eigene Zuhause ist für viele ältere Menschen ein Ort der Sicherheit und Geborgenheit. Doch mit zunehmendem Alter kann sich das gewohnte Umfeld in eine Herausforderung verwandeln: Treppen werden zu Hindernissen, das Badezimmer birgt Sturzrisiken und selbst das Aufstehen vom Sofa kann zur täglichen Anstrengung werden. Eine seniorengerechte Wohnraumgestaltung hilft, diese Hürden zu minimieren und ein sicheres sowie komfortables Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.
Hier finden Sie bewährte und innovative Lösungen, die den Alltag erleichtern – viele davon ohne große Umbauten.
1. Sturzprävention durch durchdachte Wohnraumgestaltung
Stürze gehören zu den häufigsten Ursachen für Verletzungen im Alter. Schon kleine Veränderungen können das Risiko erheblich senken:
✅ Klingelmatte zur Überwachung: Ein oft übersehener, aber äußerst praktischer Helfer ist eine Klingelmatte. Diese wird unter den Teppich oder ans Bett gelegt. Sobald der Senior aufsteht, ertönt ein Signal – eine wertvolle Unterstützung für pflegende Angehörige oder eine 24h Pflegekraft, die so auch in der Nacht sofort reagieren kann.
✅ Antirutschbeläge für Boden und Treppen: Statt Teppiche mit Antirutschmatten zu sichern, gibt es mittlerweile selbstklebende, durchsichtige Antirutschbeläge, die sowohl auf glatten Böden als auch auf Treppenstufen haften und kaum sichtbar sind.
✅ Schwellenfreie Übergänge: Kleine Türschwellen lassen sich mit flachen, selbstklebenden Übergangsprofilen ausgleichen – so gehören Stolperfallen der Vergangenheit an.
✅ Sensorlicht statt Nachttischlampe: Bewegungsmelder mit sanftem Licht, die sich automatisch einschalten, wenn jemand aufsteht, sorgen für Orientierung ohne grelles Licht.
2. Alltagskomfort steigern mit cleveren Helfern
Mit der richtigen Ausstattung wird der Alltag nicht nur sicherer, sondern auch angenehmer:
✅ Erhöhte Möbel statt schweres Aufstehen: Statt sperrige elektrische Sessel zu kaufen, gibt es einfach montierbare Möbelerhöhungen, die das Sitzen und Aufstehen erleichtern.
✅ Flexible Greifhilfen: Ausziehbare Greifarme mit Magnetfunktion helfen beim Aufheben von Gegenständen – besonders praktisch für Senioren mit eingeschränkter Mobilität oder Gelenkschmerzen.
✅ Teleskop-Duschstange mit Sitz: Statt aufwendig das Bad umzubauen, gibt es Duschstangen mit integriertem, klappbarem Sitz – eine einfache Lösung für mehr Sicherheit.
3. Mobilität erhalten – auch auf engem Raum
Viele ältere Menschen sind auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen. Hier sind einige Lösungen, um die Beweglichkeit in der Wohnung zu erleichtern:
✅ Treppenraupen für mehr Unabhängigkeit: Ein Treppenlift ist oft teuer und erfordert einen festen Einbau. Eine Treppenraupe hingegen ist eine mobile Lösung, mit der ein Rollstuhl über Stufen transportiert werden kann – ideal für Mietwohnungen oder als kurzfristige Alternative.
✅ Rollatorhalterung am Tisch oder Bett: Viele Senioren lassen ihren Rollator an einer ungünstigen Stelle stehen, was das Risiko eines Sturzes erhöht. Einfache Halterungen sorgen dafür, dass der Rollator jederzeit griffbereit ist.
✅ Drehhilfe für das Bett: Eine drehbare Matratzenauflage oder ein Bettdrehteller erleichtert das selbstständige Aufstehen aus dem Bett.
4. Das Badezimmer: Sicher & praktisch ohne Komplettumbau
Das Badezimmer ist eine der gefährlichsten Zonen im Haushalt. Hier sind einige Alternativen zu teuren Umbauten:
✅ Rutschhemmende Fliesenaufkleber: Statt den Boden komplett auszutauschen, gibt es selbstklebende Anti-Rutsch-Folien, die Wasser abweisen und Stürze verhindern.
✅ Faltbare Duschwände statt Badewanneneinstieg: Wer keine ebenerdige Dusche hat, kann faltbare Badewannentüren oder mobile Badebretter nutzen, um das Ein- und Aussteigen sicherer zu machen.
✅ Freistehende Haltegriffe: Anstatt Wände aufwendig zu bohren, gibt es freistehende Haltegriffe mit Saugnäpfen oder Klemmbefestigungen.
5. Unterstützung im Alltag durch smarte Lösungen
Technologie kann Senioren ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit und Unabhängigkeit geben, ohne ihre Privatsphäre einzuschränken:
✅ Digitale Erinnerungen für Medikamente: Smarte Pillenspender mit akustischem Signal helfen, die Medikamenteneinnahme nicht zu vergessen. Einige Modelle sind besonders seniorenfreundlich mit großen Displays und einfacher Bedienung.
✅ Sprachgesteuerte Assistenten: Digitale Assistenten wie Alexa oder Google Home ermöglichen es Senioren, per Sprachbefehl Licht zu steuern, Erinnerungen zu setzen oder sogar Familienmitglieder anzurufen – ohne komplizierte Technik.
✅ Notrufarmband mit Direktverbindung: Moderne Notrufsysteme gibt es mittlerweile als unauffällige Armbänder mit integrierter Sprachfunktion, die im Notfall direkt eine Vertrauensperson oder eine Notrufzentrale kontaktieren.
✅ Automatische Nachtbeleuchtung: Bewegungsgesteuerte LED-Leuchten sorgen für eine sichere Orientierung in der Nacht und verringern das Sturzrisiko.
6. Ergänzende Unterstützung durch eine 24h Pflegekraft
Ein sicheres Zuhause ist wichtig – doch viele Senioren brauchen zusätzlich Unterstützung im Alltag. Eine 24h Pflegekraft kann dabei helfen, die Selbstständigkeit zu erhalten, indem sie nicht nur im Haushalt unterstützt, sondern auch als Begleitung und Sicherheitsnetz fungiert.
Ob Erinnerung an die Medikamenteneinnahme, Begleitung zu Arztterminen oder Hilfe bei der Mobilität – eine 24h Pflegekraft bietet individuell abgestimmte Betreuung im gewohnten Umfeld.
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